Über Nicole Nazarenus

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Kleine Nerze auf großer Reise

In den letzten Monaten war es recht wuselig im Gehege der Europäischen Nerze. Gleich fünf Jungtiere lebten dort, drei männliche und zwei weibliche, die vor Kurzem den Zoo Neuwied verlassen haben. Zunächst führte ihre Reise sie in den Zoo Tallinn in Estland. Die jungen Nerze sollen dort Teil eines Wiederansiedlungsprojektes werden, das vom Zoo Tallinn aus koordiniert wird und dazu beitragen soll, die Population der vom Aussterben bedrohten Europäischen Nerze zu sichern und zu stärken. Da der Nerz laut IUCN bereits seit 2011 als vom Aussterben bedroht gilt, ist es besonders wichtig, sowohl den Lebensraum zu schützen als auch die Population mit Tieren aus Wiederansiedlungsprojekten zu unterstützen. Gründe für die Bedrohung sind vor allem der Verlust von Lebensräumen und eine nicht nachhaltige Nutzung, wie zum Beispiel die übermäßige Bejagung oder die Verschmutzung von Gewässern. Die größte Gefahr stellt jedoch die Konkurrenz durch Amerikanische Nerze dar. Sie sind aus Pelzfarmen entkommen oder wurden ohne Rücksicht auf die heimischen Arten freigelassen. Als invasive Art konkurrieren sie mit dem Europäischen Nerz um Nahrung und Lebensraum. Estland bietet für die Wiederansiedlung des Europäischen Nerzes besonders geeignete Lebensräume mit zahlreichen Gewässern und weitgehend naturnahen Gebieten. Besonders die isolierten Inseln vor [...]

Kleine Nerze auf großer Reise2026-09-10T10:07:09+02:00

Roter Panda fliegt nach Schottland

Der Zoo Neuwied beteiligt sich aktiv an der Zucht und am Schutz bedrohter Tierarten. Eine davon ist der Rote Panda, auch Kleiner Panda oder Katzenbär genannt. Da sein Bestand im natürlichen Lebensraum stark zurückgegangen ist, gilt der Rote Panda laut Weltnaturschutzunion IUCN als stark gefährdet und Maßnahmen zum Erhalt dieser Tierart sind besonders wichtig. Eine der größten Gefahren für den Roten Panda ist der Verlust seines natürlichen Lebensraumes. Durch den Bau von Straßen, die Abholzung von Wäldern und den steigenden Bedarf an Feuerholz werden seine Lebensräume zerstört oder zunehmend zerschnitten. Auch Wilderei stellt in einigen Regionen weiterhin ein Problem dar. In Teilen Indiens beispielsweise trägt außerdem das zunehmende Tourismusaufkommen zur Veränderung des Lebensraumes bei. Der Zoo Neuwied ist Mitglied der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria). Durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Zoos und die Führung von Zuchtbüchern kann genau nachvollzogen werden, welche Tiere miteinander verwandt sind. So lassen sich geeignete Zuchtpaare auswählen und die genetische Vielfalt der Population bleibt erhalten. Durch diese koordinierten Zuchtprogramme konnte der Bestand des Roten Pandas in menschlicher Obhut über die Jahre deutlich vergrößert werden. Gleichzeitig setzt sich das „Red Panda Network“, welches unter anderem durch Zoos finanziert wird, für [...]

Roter Panda fliegt nach Schottland2026-08-28T13:26:41+02:00

Zuwachs bei den Springtamarinen: Jungtier sorgt für Bewegung im Gehege

Im Zoo Neuwied haben die Springtamarine Nachwuchs bekommen. Das neue Jungtier, das am 14. Juni geboren wurde, kann man im rechten Außengehege der Prinz Maximilian zu Wied Halle festgeklammert an einem der älteren Springtamarine finden. „Die weiblichen Springtamarine tragen den Nachwuchs nur für eine kurze Zeit, danach gehen sie auf den Rücken zum Vater um die Mutter zu entlasten, werden aber zum Säugen immer wieder zur Mutter zurückgebracht. Das Jungtier bleibt dann noch recht lange beim Vater, bis auch die älteren Geschwister mithelfen. Am Anfang müssen sie sich noch daran gewöhnen, dass denen was auf dem Rücken hängt, aber so lernen sie, wie man sich um den Nachwuchs kümmert. Dazu kommt, dass die Weibchen direkt wieder von den Männchen neu gedeckt werden, dass kann auch schon vorkommen, wenn die Mutter das Jungtier noch auf dem Rücken trägt “, so Tierpflegerin Lena Weeser. Nach einer Tragzeit von etwa fünf Monaten bringt das Weibchen in der Regel ein Jungtier zur Welt. Bei der Geburt wiegt dieses ungefähr 45 bis 66 Gramm. Bereits im Alter von rund zweieinhalb Monaten beginnt der Nachwuchs, seine Umgebung selbstständig bei kurzen Ausflügen zu erkunden. Etwa einen Monat später setzt allmählich die Entwöhnung [...]

Zuwachs bei den Springtamarinen: Jungtier sorgt für Bewegung im Gehege2026-08-20T12:57:00+02:00

Braunborsten-Gürteltier Piet: Untermieter auf Zeit bei den Nachtaffen

Seit Mitte Juni lebt das männliche Braunborsten-Gürteltier „Piet“ im Zoo Neuwied. Geboren wurde er Anfang des Jahres im Zoo Rostock. Seine Eingewöhnung verlief reibungslos. Da er noch ein recht junges Tier ist, lebt er aktuell bei den Grauhand-Nachtaffen im Nachttierbereich der Prinz Maximilian zu Wied Halle. „Piet ist oft aktiv und sehr neugierig, wenn wir unsere täglichen Arbeiten im Gehege erledigen. Wie für Gürteltiere üblich, wühlt er im Boden und gräbt dabei die ganze Anlage um“, lacht Tierpflegerin Daniela Meffert. Auf dem Speiseplan von „Piet“ steht morgens hartes Gemüse, damit er daran seine Zähne abwetzen kann und diese nicht so schnell wachsen. Abends bekommt er dann auch tierisches Futter, zum Beispiel gekochte Eier und Fleisch. Mit neun bis zehn Monaten wird er geschlechtsreif. Erst nach Erreichen der Geschlechtsreife wird er mit dem 14 Jahre alten Weibchen „Pippa“ vergesellschaftet. Pippa wohnt ebenfalls im Nachttierbereich der Prinz Maximilian zu Wied Halle, allerdings bei den Wickelbären. Sollten Piet und Pippa sich auf Anhieb verstehen und Paarungsbereitschaft zeigen, könnten wir bereits in 60-65 Tagen später mit Nachwuchs rechnen! Braunborsten-Gürteltiere besiedeln in Südamerika verschiedene Lebensräume, darunter Grasländer, Savannen und Wälder. Darüber hinaus kommen sie auch auf landwirtschaftlich genutzten Flächen vor. [...]

Braunborsten-Gürteltier Piet: Untermieter auf Zeit bei den Nachtaffen2026-08-17T11:51:37+02:00
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