
2. Juli 2026
Dürfen wir vorstellen: Gepardin „Rosi“

Der Zoo Neuwied freut sich über tierischen Zuwachs: Bereits Mitte April ist das Gepardenweibchen „Rosi“ in den größten Zoo von Rheinland-Pfalz eingezogen. Die junge Katze wurde im September 2024 im Allwetterzoo Münster geboren und soll künftig gemeinsam mit dem neun Jahre alten Gepardenkater „Sikio“, der seit 2019 in Neuwied lebt, für Nachwuchs sorgen.
Nach einem schweren Jahr für die Gepardenhaltung blickt das Zoo-Team damit wieder optimistisch in die Zukunft. Im Herbst vergangenen Jahres mussten der Kater „Chomo“ und die Katze „Lianne“ aufgrund verschiedener Krankheitsbilder eingeschläfert werden.
Anders als bei vielen anderen Großkatzen können Geparden nicht dauerhaft gemeinsam gehalten werden. „Bei Geparden ist es so, dass die Weibchen Einzelgängerinnen sind, die ein festes Revier haben, während die Männchen allein oder im Bruderverband umherstreifen. Trifft ein Kater auf eine Katze, kommt es zunächst zu einer Verfolgungsjagd. Nur wenn er sie einholt, kommt es zur Paarung. Diese Jagd ist ein natürlicher Fitnesstest – ohne sie bekommt die Katze gar keinen Eisprung“, erklärt Katharina Meise, Tierpflegerin im Raubtierrevier.
Deshalb lebt „Rosi“ im Zoo zunächst auf einer eigenen Anlage. Erst wenn sich Kater und Katze zunächst hören, sehen und riechen konnten und gegenseitiges Interesse zeigen, werden sie gemeinsam auf eine Anlage gelassen. „Rosi lebt sich sehr gut ein. Das Umsperren klappt mittlerweile problemlos – auch wenn sie dabei durchaus ihren eigenen Kopf hat und manchmal ein wenig zickig sein kann“, berichtet Meise schmunzelnd.
Die letzte erfolgreiche Gepardennachzucht gelang im Zoo Neuwied im Jahr 2011. In den vergangenen Jahren harmonierten die jeweiligen Tiere meist nicht ausreichend miteinander. Mit der jungen „Rosi“ und dem erfahrenen „Sikio“ hofft das Zoo-Team nun auf bessere Voraussetzungen für die Erhaltungszucht der bedrohten Raubkatzen.
