Klein, gut getarnt und faszinierend: Wirbellose
Wenn Besucher an den Gehegen des Zoo Neuwied entlangschlendern, ziehen meist die großen Tiere mit Fell, Federn oder Schuppen die Aufmerksamkeit auf sich. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt eine faszinierende Welt der Wirbellosen. Im Exotarium des Zoos Neuwied warten in der oberen Etage gleich mehrere spannende Vertreter dieser Tiergruppe. Besonders auffällig sind die leuchtend roten Zwerggarnelen, die im Englischen als „Red Fire Cherry Shrimp“ bekannt sind. Ursprünglich stammen die bis zu drei Zentimeter großen Tiere aus Seen sowie kleinen und mittleren Fließgewässern Ostchinas, haben sich inzwischen aber auch in anderen Regionen Chinas sowie in Japan, Taiwan und sogar auf Hawaii etabliert. Ihre Färbung kann von Schwarz, Braun und Dunkelgrün über Weiß bis hin zur völligen Transparenz reichen. Im Aquarium übernehmen die Garnelen eine wichtige Aufgabe: Sie ernähren sich von Algenbelägen, abgestorbenen Pflanzenteilen und Futterresten und gelten so als echte „Restevertilger“. Dadurch helfen sie, die Wasserqualität zu verbessern. Nicht weniger erstaunlich sind die Sungay-Gespenstschrecken. Mit einer Körperlänge von bis zu acht Zentimetern sehen sie einem kleinen Ast zum Verwechseln ähnlich. Diese Form der Tarnung wird als Mimese bezeichnet – die Tiere ahmen dabei ihre Umgebung so perfekt nach, dass sie kaum zu entdecken sind. Auch ihre [...]










